Unser schönster Wanderweg – Das Grumbachtal

Es ist eine Ca. 5 km leichte Rundwanderung. Der Weg beginnt im Spiegeltal links hinter dem Glow Golf. Rollstuhlgeeignet bis zum Teich. Eine Übersichtstafel zeigt den Weg. Gemächlich geht es im Tal des Grumbachs aufwärts, entlang der Allee der Bäume, einem der schönsten und ruhigsten Täler in der Umgebung von Wildemann.
Schwarzes Gold
Wir wandern vorbei an einem Querschnitt eines Kohlenmeilers. Die Tafel erklärt die Technik der Herstellung der Kohle. Im Grumbachtal gab es wie überall im Harz zahlreiche Köhlerstellen zur Herstellung der dringend benötigten Holzkohle.
Die Allee der Bäume
Das Kuratorium „Baum des Jahres“ wählt seit 1989 jährlich einen besonderen Baum. Diese Idee wurde von der Harzklub-Jugendgruppe WANJA aufgegriffen, und seitdem wird jedes Jahr ein neuer Baum gepflanzt. Diese Allee ist erstmalig im Harz hier in Wildemann im Grumbachtal angelegt worden und hat mittlerweile etliche Nachahmer gefunden. Die Bäume sind zum Teil jung und klein, doch ist dies eine Anlage, die in die Zukunft gerichtet ist und ihre Wirkung erst in vielen Jahrzehnten finden wird. Alles begann 1989 mit der Eiche, dem deutschen Baum, Sinnbild für Stärke und Langlebigkeit. Es sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass auch diese Baumart von den Waldschäden stark betroffen ist.
Im Jahr 2019 pflanzten wir die Flatterulme; das Harzer Klima ist für diese Baumart nicht so geeignet, daher wurde sie an der Wassertretstelle gepflanzt. 2020 folgt die Robinie.
Osterwasserbrauch
Die Osterwasserwanderung ist ein alter Harzer Brauch, am Ostersonntag, möglichst noch in völliger Dunkelheit, begibt man sich hierher, allein oder in der Gruppe. Vor Erreichen des Bächleins darf kein Wasser den Körper berührt und kein Wort den Mund verlassen haben. An der Osterwasserquelle (Irmgardquelle) angelangt, trinkt man einen kräftigen Schluck aus dem Bach und – so heißt es – alle Wünsche werden wahr. Nun ist das Gebot des Schweigens aufgehoben.
Nach 1,3 km erreichen wir den Grumbacher Teich (Stempelstelle 113 Harzer Wandernadel) der Stempelkasten steht an der Schutzhütte. Genießen sie die Ruhe und das Spiel des Windes auf der Wasseroberfläche des Teiches. Zahlreiche Bänke laden zum Verweilen ein.
Der Grumbacher Teich
Der Teich wurde vor 1673 angelegt. Er diente nicht nur der Kraftwasserversorgung der unterhalb gelegenen Gruben, sondern spielte auch eine bedeutende Rolle beim Flößen oder Triften im Grumbach bis nach Wildemann. Die in ein bis zwei Meter Länge geschnittenen Holzscheite wurden durch einen oberhalb des Teichs vom Grumbach abzweigenden Flößgraben südlich um den Teich herumgeleitet und rutschten über das Gefluder im heutigen Grumbacher Wasserfall in den Bach. Um das Holz weiter talwärts zu schwemmen, wurden stoßweise kleinere Flutwellen abgelassen, die die Scheite bis in die Innerste schwemmten.
Der Teich ist Bestandteil des Weltkulturerbes „Harzer Wasserregal“ und hat seinen Ursprung im Harzer Bergbau. Er zählt zu den größeren Stauteichen des Oberharzes. Sein Einzugsgebiet beträgt 7,92 km² und sein Stauvolumen beträgt 82.000 m³.
Anschließend überqueren wir den Teichdamm, den Grumbacher Graben und über ein paar Treppen erreichen wir den Grumbacher Höhenweg, den wir talabwärts folgen.
Die Nistkästen
Die Nistkästen, die Sie überall im Wald um Wildemann finden, dienen in erster Linie den verschiedenen Meisen Arten. Aus dem großen Angebot an künstlichen Nisthilfen haben wir an dieser Stelle einige Beispiele angebracht. Der größte dieser Kästen ist für Eulen (genauer: Rauhfußkauz) gedacht.
Wassertretstelle
In den Sommermonaten kann man an dieser schönen Anlage nicht nur wassertreten, sondern auch noch einmal die Ruhe genießen, bevor es zum Ausgangspunkt zurückgeht.
Der Wanderweg selbst wurde 2019 aufwendig von unserem Arbeitsteam restauriert. Die Wassertretstelle ist neu gemauert, damit die Kneipp Anhänger wieder an einer schönen Anlage wassertreten können. An den beiden Quellen am Weg zum Teichdamm wurden die Wasserbecken neu aufgestellt, eine Trockenmauer wieder aufgerichtet. Die Grotte direkt am Teich ist ebenso restauriert, das Schild „Es weht der Wind am Grumbachteich“ wurde wieder angebracht.